Karte
Anpacken. Besser machen.
  • Zeit für den Wechsel in Niedersachsen.
  • Zeit für ein neues Kapitel in unserer Landespolitik.
  • Zeit für eine neue sozialdemokratische Landesregierung.
 
I. Niedersachsen braucht eine neue Politik 10. November 2012
3 Artikel zum Thema
II. Neue Bildungspolitik bürgt für Chancengleichheit 10. November 2012
6 Artikel und 2 Kommentare zum Thema
III. Neue Wirtschaftspolitik beginnt bei Bildung 10. November 2012
10 Artikel zum Thema
IV. Neue Gesellschaftspolitik braucht Aufbruch 10. November 2012
6 Artikel zum Thema
V. Neue Sozialpolitik macht Ernst mit Solidarität 10. November 2012
9 Artikel zum Thema
VII. Neue Energiepolitik setzt auf die Erneuerbaren 10. November 2012
7 Artikel und 2 Kommentare zum Thema
VIII. Neue Umweltpolitik sichert Lebensgrundlagen 10. November 2012
7 Artikel und 1 Kommentar zum Thema

Dialogpapiere  

Netzpolitik 

Netzpolitik

Digitales Niedersachsen

Die politische Gestaltung der Informations- und Telekommunikationstechnologien, des Internets und die Auseinandersetzung mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft sind schon lange keine gesellschaftlichen Randthemen mehr. Netzpolitik ist moderne Gesellschaftspolitik. Sie betrifft inzwischen sämtliche Lebensbereiche und Themenfelder. Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten beschäftigen sich deshalb grundlegend und intensiv mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung unserer Gesellschaft. Wir wollen auch hier gestalten.

Dabei ist festzustellen: Die Politik hat bisher noch keine umfassenden Antworten auf die Herausforderungen der Digitalisierung gefunden. Wir befinden uns in einer Umbruchphase. Diese zu gestalten und dabei auf den Dialog mit Vertretern aus den Bereichen der digitalen Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Wissenschaft zu setzen wird unser Weg bis zum Regierungswechsel 2013 sein – und wird die Politik einer sozialdemokratisch geführten Landesregierung ab 2013 in Niedersachsen auszeichnen.

Download: Dialogpapier Digitales Niedersachsen
18. Mai 2012  •  Digitales Niedersachsen

1. Recht auf Netz

Der Zugang zu einem schnellen Internet ist schon lange eine Grundlage, um in vielen Lebensbereichen am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Dies gilt für Bildung, für Arbeit, für politische Partizipation, aber auch für einen Großteil der alltäglichen sozialen Kontakte. Diese digitale Teilhabe kann nur durch eine ausreichende und für alle bezahlbare Netzanbindung in Niedersachsen gewährleistet werden. Die bisher geforderten 2Mbit/s reichen schon lange nicht mehr aus. Zugleich droht die Bundesregierung mit den Zielen ihrer Breitbandstrategie zu scheitern. Auch die niedersächsische Landesregierung vermeldet Erfolge beim Breitbandausbau, die nicht mit der Realität in Niedersachsen übereinstimmen.

Auch um gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land zu gewährleisten, ist der flächendeckende Ausbau des Netzes notwendig. Gerade kleine Unternehmen sind darauf besonders angewiesen. Immer noch wandern Unternehmen wegen zu geringer Bandbreiten aus dem ländlichen Raum ab. Als Reaktion auf diesen digitalen Fortschritt hat die Europäische Kommission mit ihrer „Digitalen Agenda“ das Ziel festgeschrieben, bis 2020 die Hälfte der Einwohner Europas mit einer Bandbreite von bis zu 100 Mbit/s für das Netz zu versorgen. Von diesem richtigen Ziel ist die derzeitige niedersächsische Landesregierung weit entfernt.

Die SPD-Niedersachsen akzeptiert den langsamen Ausbau des Netzes in Niedersachsen nicht. Digitale Netze sind heute unabdingbarer Bestandteil des gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens. Der Breitbandausbau ist für uns deshalb ein wichtiger Baustein der Struktur- und Wirtschaftsförderung. Er ist aber auch wichtiger Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Deshalb stehen wir für ein Recht auf die Grundversorgung mit schnellem Internet. Neben dem Recht auf das Netz wollen wir zugleich den innovativen und offenen Charakter des Internets aufrechterhalten.

Deshalb werden wir

  • uns im Rahmen einer Bundesratsinitiative für die Festschreibung eines Breitbandanschlusses mit stufenweiser Erhöhung der Mindestgeschwindigkeit als Universaldienst einsetzen.
  • gemeinsam mit der Wirtschaft nach Wegen suchen, um den flächendeckenden Zugang zum schnellen Netz zu garantieren. Im Rahmen eines niedersächsischen Breitband-Gipfels wird die SPD-Niedersachsen mit den Kommunen, den Stadtwerken, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft eine Strategie für den Breitbandausbau in Niedersachsen erarbeiten. Dabei werden wir auch auf die Erfahrungen des Breitband Kompetenz Zentrums setzen.
  • die Fördermittel der Europäischen Union intensiver für die Finanzierung heranziehen.
  • für wirtschaftliche Anreize für Unternehmen und Kommunen sorgen, um den Netzausbau zu fördern.
  • bei Straßenaus- und umbaumaßnahmen in der niedersächsischen Bauordnung eine Pflicht zur Verlegung von Leerrohren vorsehen.
  • die gesetzliche Verankerung der Netzneutralität – egal welches Gerät, Dienst oder Zugangsweg der Nutzer nutzt – vorantreiben und uns für das Verbot von Netzsperren, sowie sämtliche Vorhaben die eine Sperrung des Internetzugangs („three-strike-Modelle) vorsehen einsetzen. Hierfür werden wir auch im Bundesrat aktiv.
 
2 Klicks für mehr Datenschutz!

Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA übertragen und unter Umständen auch dort gespeichert.

 
Die Forderung nach Einführung eines Universaldienstes für den Breitbandausbau zeugt von fehlendem ökonomischen Sachverstand. Es ist eine populistische Forderung, zu der sich die Autoren überhaupt keine Gedanken über eine Umsetzung gemacht haben. Welche Konsequenz hätte es, wenn an jedem Ort ein Breitbandanschluss von z. B. nur 6 MBit/s eingeklagt werden könnte? Es hätte umfangreiche Bauarbeiten zur Folge, die vöölig unkoordiniert wären und schlechterdings nicht bezahlt werden können. Deshalb wollen die Autoren auch die private Industrie zur Zahlung heran ziehen - weil die öffentlichen Haushalte die Leistung nicht bezahlen könnten. Also die Industrie? Das würde im Zweifel zu einer Re-Monopolisierung führen.
Also - etwas mehr Realitätssinn bitte und die Ideen zuende denken, sonst macht man sich in der Fachwelt unglaubwürdig bis lächerlich.
Arne Börnsen • 01. September 2012 • 12:30 Uhr
Der Breitbandausbau in Deutschland ist eine Katastrophe. Ein modernen Glasfaseranschluss eines Hauses (FTH = Fiber to the home) kostet in Portugal 180,- Euro, bei uns in Deutschland 1.700,- Euro. Das ist eine direkte Folge der mangelnden Regulierung – genau was wir fordern, jedes Netzt muss von jedem nutzbar sein, so ist es nämlich in Portugal. Hier hat die Bundesregierung komplett versagt. Auch die angepeilten Bandbreiten sind ein Witz, wir werden hier von Ländern wie Südkorea völlig abgehängt. Es wird Zeit, dass sich da etwas bewegt und der Stellenwert des Breitbandausbaus auf das gebührende Niveau gehoben wird, sonst sind wir bald komplett abgehängt. Wie wichtig der Ausbau ist, erfahre ich hier im ländlichen Raum beinahe jeden Tag. Nachdem wir in unserem Kreis so gut wie jedes Förderprogramm ausgenutzt haben, haben wir immer noch weiße Flecke, und ich spreche des öfteren mit ansiedlungswilligen Unternehmen, die mich gleich zu Anfang fragen, wie hoch denn die Bandbreiten am Investitionsort seien. Wenn ich denen dann sage, dass wir da bei 2,5 MBit/s liegen, dann winken die ab und ziehen woanders hin. Daneben haben wir auch noch eine demographische Entwicklung, die nicht gerade günstig ist. In einer Stadt bei uns gibt es ganze Strassenzüge, die kaum noch bewohnt sind. Wir brauchen dringend Infrastrukturmaßnahmen, und die beste Maßnahme ist der Breitbandausbau. Wenn dann ein Mitglied des Landwirtschaftsministeriums zu mir sagt, nutzen Sie doch die GAK-Förderung, dann flippe ich regelmäßig aus, weil wir die erstens schon genutzt haben, und weil die zweitens für ganz Niedersachsen gerade mal 2,5 Mio Euro pro Jahr beträgt. Wieviel Tiefbau man dafür bezahlen kann, kann man sich schnell ausrechnen, das langt hinten und vorne nicht. Das BKZ ist da ein Lichtblick, Herr Krause ist klasse, der versucht was zu reissen. Auch die LGLN macht gute Arbeit, aber die Koordination fehlt! Die Fehler der Vergangenheit sind gewaltig und wirken noch nach, siehe Cluster oder auch die Sache in Wolfenbüttel (bin gespannt, ob das wirklich was wird). Die Verschiebung der Aufgabe von Amt zu Amt hat sich nicht bewährt. Ich erhoffe mir vom Regierungswechsel vor allem ein stringentes Konzept für den Breitbandausbau in Niedersachsen, das wir als Allererstes brauchen, um eine gesunde Entwicklung auf die Beine zu stellen, und Druck auf den Bund. Dafür kämpfe ich mit!
Peter Klaassen • 21. Juni 2012 • 14:34 Uhr

Kommentar schreiben

Netiquette
 
 
Netiquette

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.

Wenn Sie dieses Feld sehen, lassen Sie es bitte frei.