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VII. Neue Energiepolitik setzt auf die Erneuerbaren 10. November 2012
7 Artikel und 2 Kommentare zum Thema
II. Neue Bildungspolitik bürgt für Chancengleichheit 10. November 2012
6 Artikel und 2 Kommentare zum Thema
 
VIII. Neue Umweltpolitik sichert Lebensgrundlagen 10. November 2012
7 Artikel und 1 Kommentar zum Thema
V. Neue Sozialpolitik macht Ernst mit Solidarität 10. November 2012
9 Artikel zum Thema
IV. Neue Gesellschaftspolitik braucht Aufbruch 10. November 2012
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III. Neue Wirtschaftspolitik beginnt bei Bildung 10. November 2012
10 Artikel zum Thema
I. Niedersachsen braucht eine neue Politik 10. November 2012
3 Artikel zum Thema

VIII. Neue Umweltpolitik sichert Lebensgrundlagen 

Fotonachweis: jarts / photocase.com

Die SPD wird Lebensqualität und Wirtschaftskraft des Landes durch verantwortungsvollen Schutz von Umwelt, Klima und Natur sichern. In einem Masterplan Klimaschutz wird sie den Einsatz von erneuerbaren Energien sowie Zielmarken für Energie-Einsparung und Energieeffizienz festlegen.

Die SPD wird das Ökosystem mit einer nachhaltigen Umweltpolitik schützen. Sie wird der Wirtschaft Konzepte für innovativen Umweltschutz vorschlagen.

Fotonachweis: jarts / photocase.com

10. November 2012  •  VIII. Neue Umweltpolitik sichert Lebensgrundlagen

6. Naturschutz – Strategie für „Naturkapital Niedersachsen“

Intakte Ökosysteme bilden die Grundlage zahlreicher Wirtschaftsaktivitäten. Sie üben Schutzfunktionen aus und stellen kostenfreie Leistungen zur Verfügung. So mindern Auelandschaften Hochwassergefahren und nehmen Stickstofffrachten auf. Gehölze und Wälder filtern Schadstoffe aus der Luft, binden CO2, erzeugen Sauerstoff und tragen zum Lärmschutz bei. Die Selbstreinigungskraft der Gewässer ist genauso wertvoll wie die Grundwasserneubildungsraten durch intakte Moore, Feuchtgrünländer und durch Wälder. Dies spart Kosten einer technischen Aufbereitung des Trinkwassers.

Niedersachsen besitzt mit 38 Prozent den höchsten Anteil an Moorböden in Deutschland. Ressourcensparender Umgang und nachhaltiger Klimaschutz muss dabei kurzfristigen Vermarktungsstrategien wie Torfabbau und Landwirtschaft Grenzen setzen. Moorböden sind ein bedeutender Speicher von Kohlenstoff. Die vielfältigen Naturlandschaften mit ihren Erholungs- und Freizeitfunktionen stellen schließlich einen bedeutenden Standortfaktor für Naherholung und Tourismus dar.

Die SPD wird für die Naturschutzpolitik die Partnerschaft von Wirtschafts- und Sozialpartnern suchen. Dabei ist sie auch auf bürgerschaftliches Engagement der Umwelt- und Naturschutzverbände angewiesen.

Eine SPD-Landesregierung wird

  • mit dem Plan „Naturkapital Niedersachsen“ den vielfältigen Wert der Natur und ihrer Dienstleistungen zusammenfassen. Ziel ist es, die Beziehungen von Industrie und Wirtschaft zu den Ökosystemen darzulegen. Hieraus können Strategien abgeleitet werden, die die Risiken für biologische Vielfalt (Biodiversität) und Ökosystem mindern.
  • eine „Strategie der biologischen Vielfalt Niedersachsen“ in Analogie zur Nationalen Strategie der Bundesregierung von 2007 auflegen. Die Strategie formuliert eine konkrete Zukunftsvision und legt für alle Themen der biologischen Vielfalt Qualitäts- und Handlungsziele fest.
  • in den EU-Förderprogrammen gemeinsame Nutzungsformen mit der Land-, Forst- Fischerei- und Wasserwirtschaft erarbeiten, um zum Schutz der biologischen Vielfalt beizutragen. Kooperationen für die Ziele des Naturschutzes sind unerlässlich.
  • das Weltnaturerbe Wattenmeer durch stärkere internationale Abstimmung und ein integriertes Konzept weiter schützen und entwickeln.
  • Moorböden als wichtigen CO2-Speicher vor klimaschädlichen Nutzungen schützen, die Umwandlung von Grünland auf Moorböden und in Überschwemmungsgebieten stoppen, im Landesraumordnungsprogramm den Schutz der Moore mit Maßnahmenplänen zur Wiedervernässung der Hoch- und Niedermoore verankern und den industriellen Torfabbau beenden.
  • die Nationalparks und Biosphärenreservate stärken. Sie genießen höchsten Schutz in den Regionen und dienen der Entwicklung des Tourismus.
  • die Einrichtung von biologischen Stationen in geeigneten Trägergemeinschaften mit Kommunen und Umweltverbänden modellhaft unterstützen.
  • das Naturschutzrecht als eigenständiges Fachrecht EU- und zukunftsgerecht wieder stärken, ausbauen und als rechtliche Grundlage gleichwertig mit anderen Fachrechten behandeln.
 
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Wenn die SPD die vorstehenden Ziele wirklich konsequent verfolgt, kann sie sich der fachgerechten Zuarbeit durch die echten Naturschutzverbände und Naturschutzstiftungen, die nicht verkappte Strukturen der Bodennutzer sind, sicher sein.
Karl-Friedrich Weber • 14. Dezember 2012 • 08:39 Uhr