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VII. Neue Energiepolitik setzt auf die Erneuerbaren 10. November 2012
7 Artikel und 2 Kommentare zum Thema
 
II. Neue Bildungspolitik bürgt für Chancengleichheit 10. November 2012
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VIII. Neue Umweltpolitik sichert Lebensgrundlagen 10. November 2012
7 Artikel und 1 Kommentar zum Thema
V. Neue Sozialpolitik macht Ernst mit Solidarität 10. November 2012
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IV. Neue Gesellschaftspolitik braucht Aufbruch 10. November 2012
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III. Neue Wirtschaftspolitik beginnt bei Bildung 10. November 2012
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I. Niedersachsen braucht eine neue Politik 10. November 2012
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II. Neue Bildungspolitik bürgt für Chancengleichheit 

Fotonachweis: luxuz::. / photocase.com

Bildung ist der gesellschaftliche Türöffner für ein selbstbestimmtes Leben. Deshalb will die SPD allen Kindern und Jugendlichen gleiche Startchancen bei der Bildung ermöglichen: Sie wird junge Menschen über alle soziale Schichten und regionale Unterschiede hinweg fördern, von der Kindertagesstätte über die Schule bis zur Hochschule und der Ausbildung

Die SPD wird Inklusion und Integration für alle Bildungsschritte verbindlich festlegen.

Die SPD wird den Ausbau von Kitas und das Betreuungspersonal am tatsächlichen Bedarf ausrichten

Die SPD wird alle Schulen schrittweise zu Ganztagsschulen umgestalten. Denn Ganztagsbetreuung mit mehr und besseren Förder- und Unterstützungsangeboten hebt die Bildungschancen. Die Lehrerausbildung wird per Gesetz an die veränderte Schulwirklichkeit angepasst.

Die SPD wird die elitären Studiengebühren abschaffen und die Hochschulen für alle öffnen. Kein junger Mensch darf aus Geldnot vom Studium ausgeschlossen werden.

Das wichtigste Ziel der SPD bei der Berufsbildung lautet „alle mitnehmen“: Alle Jugendlichen sollen qualifiziert ausgebildet werden. Wer im dualen Ausbildungssystem zunächst gescheitert ist, wird eine zweite Chance bekommen.

Kulturelle Bildung ist Teil der Allgemeinbildung. Darüber hinaus ist Informations- und Medienkompetenz schon für junge Menschen wichtig. Die SPD betrachtet dies als wichtige Aufgabe einer modernen Bildungspolitik, die bereits in der Schule ansetzen muss.

(Fotonachweis: luxuz::. / photocase.com)

10. November 2012  •  II. Neue Bildungspolitik bürgt für Chancengleichheit

2. Frühkindliche Bildung und Schule – gute Startchancen ins Leben

Die SPD wird alle ideologischen Grabenkämpfe um Bildung, Ausbildung und Schule beenden und die Zukunft der Kinder in den Mittelpunkt rücken. Ihr bildungspolitisches Ziel Nr. 1 lautet: Alle Schülerinnen und Schüler müssen einen Schulabschluss und eine gute Berufsvorbereitung bekommen. Eine gute Schulbildung garantiert gute Startchancen ins Berufsleben. Die Grundlagen dafür werden in den ersten Lebensjahren gelegt. Frühkindliche Förderung ist ein Türöffner für erfolgreiche Bildungslaufbahnen. Doch der Mangel beginnt schon bei der Versorgungsquote mit Krippenplätzen. Hier liegt Niedersachsen mit 19,1 Prozent für Kinder unter drei Jahren im Bundesvergleich auf dem vorletzten Platz.

Eine SPD-Landesregierung will deshalb:

  • den Ausbau von Krippen am tatsächlichen Bedarf orientieren
  • ein Konzept zur Aus- und Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern vorlegen
  • den Personalschlüssel in Krippen landesweit flächendeckend verbessern. Wir werden schrittweise sicherstellen, dass es zum Standard in jeder Kommune gehört, in den Krippengruppen für maximal fünf Krippenkinder jeweils eine Erzieherin oder einen Erzieher einzusetzen
  • Kita-Gruppengrößen für Kinder von drei bis sechs Jahren reduzieren
  • die Zusammenarbeit zwischen Kita und Grundschule stärken
  • die Inklusion auch in der frühkindlichen Bildung umsetzen.

Auf allen Ebenen der schulischen Bildung folgt die SPD dem Leitbild „Gute Schule“. Nach diesem Leitbild soll die niedersächsische Schullandschaft bedarfsgerecht und regional anpassungsfähig gestaltet werden, sie soll individuelle und soziale Chancengleichheit eröffnen und damit durchlässig werden. Dies schließt ebenfalls auf allen Ebenen der frühkindlichen und schulischen Bildung die Inklusion, den gemeinsamen Schulbesuch von Kindern mit und ohne Behinderungen als Selbstverständlichkeit ein. (siehe dazu Kapitel V.1).

Eine SPD-Landesregierung wird zur Verwirklichung der Inklusion im Bildungsbereich:

  • in einem Aktionsprogramm Schritte und zeitlichen Rahmen der inklusiven Bildung festlegen. Das Programm wird im Dialog mit den Betroffenen, Eltern, kommunalen Spitzenverbänden, Landesbehindertenbeauftragten und Verbänden entwickelt.
  • im Kultusministerium einen „Inklusionsbeirat“ einrichten, um die Auswirkungen des Gesetzes zur Einführung der inklusiven Schule zu begleiten
  • in allen Kindertagesstätten und Schulen bedarfsgerecht Personal sicherstellen und die Gruppen- und Klassengrößen deutlich senken
  • ein Investitionsprogramm über die Barrierefreiheit für eine inklusive Ganztagsgrundschule als Teilfinanzierungsprogramm für Schulträger auflegen

Fundament der „Guten Schule“ ist eine Lehrerinnen- und Lehrerbildung, die an die veränderte Schulwirklichkeit angepasst ist – an neue Familien- und Erziehungsstrukturen, heterogenere Zusammensetzung der Klassen, die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und die Verwirklichung der Inklusion. Mangelnder Praxisbezug im Studium oder Probleme beim Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium müssen der Vergangenheit angehören.

Eine SPD-Landesregierung wird deshalb

  • ein Lehrerbildungsgesetz auf den Weg bringen, um die Lehrerbildung praxisnah zu modernisieren. Lehrkräfte müssen die Kompetenz erwerben, sich am Förderbedarf der einzelnen Schüler auch im Rahmen der Inklusion zu orientieren. Fakultätsübergreifende Zentren für Lehrerausbildung und Schulforschung an den Universitäten sollen diese Ausbildungsziele sichern.

„Gute Schule“ fördert Teamwork und eine kooperative Arbeitsweise als moderne Formen von Leistungsprüfung. Sie ergänzt das pädagogische Konzept mit präventiver Hilfestellung durch Sozialarbeiter, Psychologen und Beratungslehrer für alle Schulformen. Dabei ist verlässliche, schulische Sozialarbeit eine Landesaufgabe. Sie kann und sollte selbstverständlich mit der örtlichen Jugendhilfe kooperieren.

Grundschulen sind das Fundament der „Guten Schule“. Deshalb stehen sie bei der Einführung qualitativer hochwertiger Ganztagsschulen an erster Stelle.

Eine SPD-Landesregierung wird:

  • dafür eintreten, dass die pädagogische Arbeit an den Grundschulen an einer optimalen Förderung jedes einzelnen Kindes ausgerichtet wird
  • ein Konzept für kleine und kleinste Grundschulstandorte erarbeiten, nach dem die Anrechnungsstunden für Schulleitungen bei der Schulzusammenlegung erhalten bleiben und die Lehrersollstunden anteilig als Vertretungsreserve für eine Unterrichtsgarantie im vollen Umfang der Stundentafel verwendet werden
  • die förmliche Grundschulempfehlung für die weiterführende Schulform abschaffen und nur noch in Form eines Beratungsgesprächs mit den Eltern weiterführen. Individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler sollen Abschulungen und Sitzenbleiben ersetzen.

Die Benachteiligung der Integrierten Gesamtschulen wird rückgängig gemacht.

Eine SPD-Landesregierung wird u. a.

  • die Fünfzügigkeit als Voraussetzung für Gesamtschulen abschaffen und stattdessen Vier-, in Ausnahmefällen auch Dreizügigkeit zulassen
  • das Abitur nach neun Jahren an Gesamtschulen wieder einführen
  • kooperativen Gesamtschulen die Möglichkeit zur Weiterentwicklung und zur schulzweigübergreifenden Arbeit geben.

Wo Eltern und kommunale Schulträger dies wünschen, werden Oberschulen auch künftig möglich sein.

Gymnasien genießen große Akzeptanz bei Eltern und Schülern. Dort kann das Abitur auch nach acht Jahren abgelegt werden. Damit bleibt das Angebot bestehen, mit Gesamtschule oder Gymnasium unterschiedliche Geschwindigkeiten zum Abitur zu wählen. Eine SPD-Landesregierung wird außerdem prüfen, ob die Oberstufe so reformiert werden kann, dass Schülerinnen und Schüler nach eigenem Ermessen das Kurssystem der Oberstufe in zwei oder drei Jahren durchlaufen können.

Die SPD will es allen Schulen ermöglichen, echte, gebundene Ganztagsschulen zu werden. Da dies unter den gegenwärtigen finanziellen Rahmenbedingungen nicht in einem Schritt zu leisten ist, wird der Ausbau einem Prioritäten- und Stufenplan folgen. Dabei finden Grundschulen neben integrierten Gesamtschulen vorrangig Berücksichtigung. Ebenfalls Priorität werden Schulen mit hohem Bedarf an Ganztagsbetreuung mit vollwertiger Förderung erhalten. Dies sind Schulen, die von vielen Kindern mit Migrationshintergrund oder mit erhöhtem Armutsrisiko besucht werden.

Eine SPD-Landesregierung wird:

  • alle Integrierten Gesamtschulen und vorrangig auch die Grundschulen zu Ganztagsschulen ausbauen
  • Möglichkeiten ausloten, für Ganztagsschulen eine enge Kooperation mit benachbarten Horten einzurichten.
 
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Ich vermisse eine Position zur in Niedersachsen von CDU/FDP abgeschafften Lernmittelfreiheit.
Mathias Leenders • 22. Januar 2013 • 10:34 Uhr
Wann wird endlich der Wahnsinn G8 beendet? Nicht lange darüber reden, einfach abschaffen! Wissen Sie eigentlich was man den Kindern und Jugendlichen damit antut?
Mehrle • 05. Januar 2013 • 18:42 Uhr